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Prägende Flitterwochen in Ostfriesland

Erlebnisse der User von ihrer Präge Tour!!

Moderatoren: Minishetty, Thomy72, 1954taxus

Prägende Flitterwochen in Ostfriesland

Beitragvon AlexFlattermann85 » 12.08.2021, 07:30

„Prägende Flitterwochen“ – Das Tagebuch unserer Münzjagd durch Ostfriesland SmiliePraeger:

Tag 1 – 20. Juli 2021 (Anreise, über Leer und Emden nach Südbrookmerland)
Vor sechs Tagen haben wir geheiratet. Nun, nach all dem wirklich schönen Stress wird es also Zeit für unsere Flitterwochen. London hat ja leider nicht geklappt, man weiß ja, warum. Aber ein paar Tage für uns wollten wir trotzdem haben und so haben wir uns für Ostfriesland entschieden. Und weil da schön viele Münzautomaten herumstehen und wir nicht gerne nur auf der faulen Haut liegen, wird aus unserer Flitterwoche eben eine Münztour in sechs Etappen. Wie war das mit der Erholung? Ach, egal…
Auf unserer Anreise haben wir natürlich auch diverse Stopps eingeplant. Der erste – in Bad Zwischenahn – ging gleich mal in die Hose, weil der Kiosk mit dem Automaten natürlich Ruhetag hatte. Etwas erfolgreicher waren wir dann an dem hübschen Landerlebnispark in Westerstede und in der Leeraner Innenstadt. Anders im Leeraner Miniaturenland, wo man ebenfalls der Meinung ist, der Montag wäre ein geeigneter Ruhetag. Ok, Haken drunter. Nein, rotes X. Und auf zum Emssperrwerk. Hier hatten wir zum ersten Mal wirklich das Gefühl in Ostfriesland zu sein, wirklich ne schöne Location. Dann war es Zeit für den Tageshöhepunkt – die Stadt Emden mit einer wirklich hübschen Fußgängerzone und natürlich dem Otto-Huus. Alex als riesiger Otto-Fan hatte da richtig leuchtende Augen. Vor allem als wir den letzten großen Plüschottifanten adoptierten, den der Shop zu bieten hatte und denn wir abends auf den Namen „Eckat“ tauften.
Ach ja, Münzen gabs natürlich auch. Schließlich noch ein netter Besuch in Birgits Tiergarten in Rechtsupweg (und den ersten richtigen Ostfriesentee) und ein Abstecher zum „Großen Meer“ mit einer Touristeninformation, die den Automaten freundlicherweise draußen aufgestellt hat, so dass man auch abends noch drankommt.
Unsere Ferienwohnung in Südbrookmerland war dann auch eine totale Wucht und so konnten wir mit 7 von 9 geplünderten Automaten und unserem Familienzuwachs „Eckat“ sehr zufrieden mit dem Tag sein.

Tag 2 – 21. Juli 2021 (Krummhörn – mit Greetsiel und einem ganz besonderen Leuchtturm)
Von wegen raues Klima. Schwül ist es in Ostfriesland. Und erstaunlich windstill, wenn man nicht gerade auf nem Deich rumsteht. Aber von vorn. Morgens haben wir erstmal Eckat geschnappt und wieder ins Auto verfrachtet, wir konnten ihn ja schlecht den ganzen Tag allein lassen. Vor dem ersten Automaten gab’s dann erstmal einen kurzen Abstecher nach Arle für ein Nerd-Selfie am Ortsschild. Brettspielfans wissen natürlich, dass hier Uwe Rosenberg, der Autor des Brettspiels „Arler Erde“ aufgewachsen ist. Dann weiter nach Lütetsburg, wo wir uns zwar den Schlosspark gespart, aber dafür das „Souvenirg’schäfterl“ geplündert haben. Kurzer Zwischenhalt bei „Intersport“ in Norden und dann auf nach Greetsiel. Himmel, ist das hübsches Kaff….äh…. ein hübscher Ort. Wirklich! Wobei fast alles hübsch ist, das auf „…siel“ endet, aber Greetsiel eben besonders. Am besten irgendwo in der Nähe der Ferienhäuser parken (da isses umsonst) und dann die Fußgängerzone erkunden. Dabei die vielen Automaten nicht vergessen und hoffen, dass der am „Geschenkehaus Hölscher“ nicht inzwischen von einem Archäologen mitgenommen und in ein Museum verfrachtet wurde. Schweren Herzens mussten wir dann aber Greetsiel den Rücken kehren, wir hatten ja noch was vor.
Jeder kennt den kleinen gelb-rot-gestreiften Leuchtturm von Pilsum, der auch im Film „Otto der Außerfriesische" vorkommt. Und wer keine Ottofilme mag, sollte ihn trotzdem kennen. Weil er einfach süß ist. Selfie mit Eckat und dem Leuchtturm im fernen Hintergrund, dann Spaziergang über den Deich bis zu den Automaten am Fuß des Turms. Was so bescheiden klingt, war tatsächlich unser Wochenhighlight. Am liebsten würden wir jeden Tag über diesen Deich laufen.
Der Leuchtturm Campen konnte da längst nicht mehr mithalten, wenngleich die Anreise dorthin sehr viel abenteuerlicher war als der Pilsumer Deich. Dass ein Navi diese achsenbrechende und stoßdämpferhinrichtende Buckelpiste überhaupt als potentiellen Weg erkennt, ist ein Phänomen. ahhh: Vor allem, weil man auf dem Rückweg durchaus eine normal asphaltierte Straße nehmen konnte und es kein Umweg war.
Fazit: 8 von 8 Automaten – unser erster Münztour-Strike! Dazu Greetsiel und der Pilsumer Leuchtturm – besser kann ein Urlaubstag nicht laufen!

Tag 3 – 22. Juli 2021 (Auf zu neuen Ufern – Norderney)
Urlaub2:
Respekt. Das hatten wir vor dem Tag. Nicht nur, weil 12 Automaten auf dem Plan standen, sondern auch durch die Tatsache, dass wir sie allesamt ohne Auto abklappern wollten bzw. mussten. Deshalb mussten wir leider auch Eckat in der Wohnung lassen, man soll ja Tiere nicht den ganzen Tag im Auto lassen.
Zunächst ging es nach Norden-Norddeich, wo wir bei einer großen Runde durch den Ort eine sehr erfolgreiche Vormittagsetappe abhandelten. Von den 6 Automaten dort mussten wir lediglich auf die Seehundstation verzichten – der Andrang war einfach zu groß und wir hatten noch ein straffes Programm vor uns. Mit der Fähre gings dann rüber nach Norderney.
Der erste Eindruck von der Insel?
Hotels. Viele, große Hotels. Und viele viele Touristen. Es war zu erwarten, aber trotzdem schade. Obwohl es direkt beim Fähranleger nicht nur den ersten Automaten, sondern auch einen Fahrradverleih gibt, entschieden wir uns für den Fußmarsch. Der führte uns irgendwann auch zu einer zentralen Busumsteigestelle. Die Fahrt zum 6 km entfernten Leuchtturm haben wir uns dann doch gegönnt. Und dann haben wir Norderney WIRKLICH gesehen. Die bewachsenen Dünen, die Möwen, das Watt… Jenseits der Ortsgrenzen ist es einfach eine wunderschöne Insel. Leider mussten wir auf die sehnsüchtig begehrte Goldmünze am Leuchtturm verzichten, die war nämlich limitiert und nicht mehr erhältlich. Aber man kann unterhalb des Turms sehr gut Mittag essen, das war ja auch was wert.
Zurück im Ort war dann die Fußgängerzone dran. Abgesehen von der Touristenflut ebenfalls sehr hübsch und durchaus einen Besuch wert. So langsam taten nach den Rundgängen durch Norden und Norderney dann aber die Füße weh und wir bereicherten nochmal den öffentlichen Nahverkehr, um zur Fähre zurück zu kommen. Den Sonnenbrand haben wir uns übrigens weder auf dem Schiff noch auf den Spaziergängen geholt, sondern an der Bushaltestelle, wo es während der Wartezeit von 45 Minuten null Schatten gab.
Es war ein toller Tag. Anstrengend, ja. Aber 11 von 12 Automaten sprechen für sich und wir haben viel gesehen und jede Menge schöner Erinnerungen mitgenommen.

Tag 4 – 23. Juli 2021 Schafe, Siele, Seehunde – Eine Tour durch Wangerland
Heute wollten wir es mal ruhiger angehen. Und Eckat durfte auch wieder mit. Eigentlich standen nur 6 Automaten auf dem Plan, aber das mit der Seehundstation wollten wir noch bereinigen, also kam dieser Automat als siebter noch mit auf die Liste.
An der Station angekommen war die Schlange genauso lang wie tags zuvor, obwohl noch gar nicht geöffnet war. Aber das münzgierige Auge findet schnell den Hinweis auf einen zweiten Zugang für VIP-Tickets und Online-Buchungen. Und da wir ja nicht mal wirklich rein wollten, war es ja egal, wo wir uns anstellten. Hat auch geklappt, wir konnten die gesamte Schlange überspringen, als erste zur Kasse preschen und uns dann ohne Eintritt die Münzen ziehen. Und was gab es? Eine Goldmedaille? Eine kleine Genugtuung für die verpasste Goldmünze auf Norderney.
Dann aber zum offiziellen Tagespensum. Das führte uns erst in die Brauereistadt Jever, wo man sehr schön in der Fußgängerzone Tee trinken kann, und anschließend nach Hohenkirchen.
Zwei Orte warteten dann noch auf uns Hooksiel und Horumersiel. Wie bereits erwähnt, ist ja alles hübsch, was auf „…siel“ endet, so auch in diesem Fall. Übrigens gibt’s in Horumersiel einen sehr guten Griechen etwa 2-3 Minuten vom Marktplatz entfernt. Toll war auch die Fahrt über den Deich, vorbei an Unmengen von Schafen und bei allerbestem Wetter. Am späten Nachmittag tuckerten wir dann noch einmal mit einem Ausflugsschiff los, diesmal in Richtung Seehundbänke. ZUvor gab es noch eine kleine organisatorische Panne, da wir vergeblich in Horumersiel auf das Schiff warteten, um dann im letzten Augenblick zu merken, dass wir ja nach Hooksiel mussten. kopfklatsch: Glücklicherweise sind die Orte nur wenige Minuten voneiander entfernt. green: Auf der zweistündigen Fahrt sahen wir die Vogelinseln Mellum und Minsener Oog aus der Ferne (Besuche sind dort nicht möglich) und Seehunde in freier Wildbahn. Ein richtig toller Absacker und einmal mehr die Bestätigung, dass man nicht weit fahren muss, um schön Urlaub machen zu können.
Am Abend blickten wir stolz auf die Ausbeute von 7 Automaten, und konnten so nicht nur die heutige, sondern auch die gestrige Etappe als „100-Prozent“-Erfolg verbuchen. Unfassbar!

Tag 5- 24. Juli 2021 Noch mehr Siele und noch viiiel mehr Automaten

Wenn man wieder 12 Automaten auf dem Plan hat, kann man es sich natürlich schönreden. Auf Norderney hatten wir kein Auto, heute schon. Oder man kann realistisch sein. „Das wird nix.“
Oder man denkt nicht nach und fährt einfach los. Eckat an Bord.
Siel Nummer 1: Neßmersiel (Hafen). Check.
Siel Nummer 2: Bensersiel. Zwei Automaten direkt nebeneinander und wir kriegen auch noch einen der insgesamt 3 Parkplätze am Straßenrand. Manchmal ist das Glück unverschämt. Check.
Siel Nummer 3: Neuharlingersiel. Natürlich kriegen wir den einzigen kostenlosen Stellplatz direkt vor der Touristeninformation. Wir wundern uns schon gar nicht mehr. Bei den Seenotrettern kann man die Münze fast aus dem Auto herausziehen.
Siel…nein, jetzt nicht. Erstmal nach Wittmund. Okay, da war es schwieriger mit Parkplätzen, aber solange man zu zweit ist und einer im Auto wartet, kann man die Automaten dort ruckzuck abfrühstücken. Check.
Jetzt aber – Siel Nummer 4: Carolinensiel. Teekutter und irgendein merkwürdiges Museum namens „Phänomania“. Das hat aber seit März 2020 geschlossen und falls das geisterhausähnliche Ambiente nicht zum Konzept gehört, wird sich daran auch nicht so bald was ändern. Das wussten wir vorher, deshalb buchen wir diesen Automaten nur halb als „Niete“.
Beim Haustierpark Werdum war dann in Sachen Parkplatz nichts zu machen, also ist Alex mal eben allein durch den Park gespurtet, hat ein paar Schweine fotografiert und drei Münzen gekurbelt.
Danach stand dann nur noch Esens mit Bernsteinhus und Kirche auf dem Plan. Hat natürlich einwandfrei geklappt. Dann der Blick auf die Uhr. Da mussten wir dreimal hinschauen. Es war gerade erst Mittag und wir hatten unser Riesenpensum schon bewältigt. Was also tun mit der freien Zeit? Bummeln gehen? Spaziergang auf dem Deich? Eis essen? Oder faul aufs Sofa?
Ha ha.
Ostfriesland ist ja nicht so groß. Da kann man ruhig mal ne Zusatzrunde drehen. In unserem Fall hieß das…ja, ihr ahnt es schon,…. Bad Zwischenahn und das Leeraner Miniaturenland. Von irgendwelchen Ruhetagsregelungen lassen wir uns schließlich nicht kleinkriegen. Also schön ein Sherlock-Holmes-Hörspiel angeschmissen, entspannt die ostfriesischen Landstraßen erkundet und die beiden fehlenden Automaten nachgeholt.
…Wir waren da abends schon ein bisschen stolz. 13 von 12 Automaten. Hätte das Phänomania nicht zu gehabt, wären es 14 von 12 gewesen. Da hat sogar Eckat gegrinst.

Tag 6 – 25. Juli 2021Abreise und ein paar letzte Stopps
Aller Abschied fällt schwer. Nicht nur von unserer herrlichen Ferienwohnung, sondern von ganz Ostfriesland. Trotzdem geht jeder Urlaub mal zu Ende.
Auf der Rückfahrt hatten wir dann auch nur 7 Automaten in drei verschiedenen Orten eingeplant. Zuerst gings nach Wilhelmshaven. Ich hatte ja echt Bedenken, was den Stadtverkehr anging, aber aus irgendeinem merkwürdigen Grund hatte an diesem Samstag kein Wilhelmshavener Ambitionen, in sein Auto zu steigen. Selten so entspannt durch eine Stadt gefahren. Die Jachthafenpromenade hat uns dann total geflasht, es war absolut herrlich und ein würdiger Abschluss unserer kleinen Reise. Die Automaten? Alle drei gekriegt… wir waren uns selbst schon unheimlich.
In Dangast haben wir uns dann eher kurz aufgehalten, es war einfach viel zu voll und überlaufen. Lieber weiter nach Tossens-Butjadingen, unserem letzten Etappenort.
Hm, ja, was soll man sagen. Hat ein bisschen was vom Timmendorfer Strand. Also genauso voll, genauso künstlich, nur nicht ganz so teuer. Kein malerisches Örtchen mit gepflasterten Gassen und Backsteinhäuschen. Beton, Asphalt, bunte Fassaden und Ferienanlagen. Und ein Center-Parks-Erlebnisschwimmbad direkt an der Nordseeküste. Okay, es gab auch Clubhotels auf Norderney. Wer’s braucht…
Und dann ist da noch Da Gianni, eine Eisdiele mit Automaten. An dem Automaten gibt’s auch nichts zu kritisieren. Aber spart euch den Besuch in der Eisdiele. Man kann ja über hektisches, unmotiviertes und wortkarges Personal hinwegsehen. Auch über eher mittelmäßiges Eis. Aber nicht über winzige Krabbelviecher, die innerhalb weniger Minuten jedes freie Hautfleckchen besiedeln. Ja, man kann auch einen Eisbecher in fünf Minuten runterschlingen. Schnell weg hier!
Kurz und gut: Wilhelmshaven war das unbestrittene Tageshighlight, mit 7 von 7 Automaten hatten wir auch heute ne weiße Weste.

Dank unserer Spontanaktion am Tag 5 haben wir es also geschafft 53 von 54 Münzautomaten zu plündern!!! Und wie gesagt, die eine Niete ist eigentlich nur ne halbe.
Gesamtbilanz:
53 Automaten
149 Münzen
8 Memodaillen
1 Goldfarbene Medaille

hurra3
Insgesamt waren die Flitterwochen stressig, aber absolut herrlich. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Münztour, allerdings…. Mehrere Tagesetappen hintereinander werden wir so schnell nicht mehr machen.
Eckat denkt das auch.


DIeses "Tagebuch" wurde von Steffi verfasst und ordnungsgemäß von Alex korrekturgelesen green:

Wer sich für Bilder und Videos von dieser Tour (und anderen Münztouren) interessiert, kann gern auf YouTube bei „AlexFlattermann85“ vorbeischauen und dort auf dem Kanal nach „Münzjagd“ suchen.
https://www.youtube.com/channel/UCZgYhW ... KURaqNFp5g
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Re: Prägende Flitterwochen in Ostfriesland

Beitragvon Münzenlilly » 20.01.2022, 10:58

ein toller Bericht und vor allem tolle Videos. Wir haben uns alle angesehen auch die von den ersten 3 Touren und wünschen uns mehr davon. Ihr macht das richtig gut. hurra3
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